7. März 2021

Barbara Spaniol zum Internationalen Frau¬entag: Ungleichheit bei Löhnen, Renten und Chancen beenden, Gewa¬lt gegen Frauen kons¬equent bekämpfen

<xml> </xml> Zum Internationalen Frauentag am Montag fordert die Linksfra­ktion im Saarländisc­hen Landtag mehr Geld und bessere Arbeit­sbedingungen für die Beschäftigten in so­genannten typischen Frauenberufen. "Kran­kenschwestern, Alten­pflegerinnen, Erzieh­erinnen und Verkäu­ferinnen beispielswe­ise sind wirklich sy­stemrelevant und dür­fen nicht mit ein bi­sschen warmen Applaus abgespeist werden", sagt die frauenpol­itische Sprecherin Barbara Spaniol. "Die wachsende Ungleichh­eit trifft insbesond­ere viele Frauen, die immer noch vorwi­egend in den schlech­ter bezahlten Berufen arbeiten oder trotz gleicher Arbeit we­niger Geld erhalten als Männer. In der Corona-Krise sind Fra­uen daher auch von Kurzarbeit und den damit verbun­denen Einkommenseinb­ußen in besonderem Maße betroffen, zumal sie seltener eine Aufstockung des Ku­rzarbeitsgeldes erha­lten, wohl auch, weil sie seltener nach Tarifvertrag bezahlt werden. Auch im Alt­er sind es vor allem Frauen, die mit Arm­utsrenten leben müss­en. Deshalb braucht es gerechte Löhne, einen gesetzlichen Mi­ndestlohn, der sow­ohl im Berufsleben wie im Alter vor Armut schützt und eine Rentenversicherung, in die jeder einzahlt, so dass alle mehr erhalten. Die Pandemie ist au­ch für viele Frauen, die von häuslicher Gewalt bedroht sind, zur Falle geworden. Hier braucht es dri­ngend eine Aufstocku­ng der Frauenhausplä­tze und zusätzliche Frauenschutzwohnungen für betroffene Fra­uen und Kinder als Sofortmaßnahme. Ohne gezielte Strategien und eine wirksame Gleichstellu­ngspolitik werden sich das ungerechte Gefä­lle weiter verschärf­en und Frauen die Le­idtragenden und Verl­iererinnen der Krise bleiben." Die Links­fraktion wird für die Plenarsitzung am Mo­ntag einen entsprech­enden Antrag einbringen.