15. Dezember 2009

Koma-Saufen ist Notruf der Jugendlichen

Aufgrund der heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamt von Kindern und Jugendlichen aus dem Saarland, die mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser eingeliefert worden sind, sagt die Abgeordnete der Linksfraktion im Saar-Landtag, Birgit Huonker:
„Bereits in der vergangenen Woche haben wir im Gesundheitsausschuss Präventionsmaßnahmen gegen das Koma-Saufen gefordert. Die Landesregierung muss gemeinsam mit Elternhäusern, Verbänden, Vereinen und Schulen mehr Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Alkohols leisten. Hier ist das Landesinstitut für präventives Handeln gefragt. 

Gleichzeitig brauchen wir strengere Kontrollen, denn Hochprozentiges ist zu leicht für die Minderjährigen zu besorgen. Damit würden zwar nur die Symptome bekämpft, es wäre jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

Die nun veröffentlichten Daten seien ein Notruf der Jugendlichen. „Sie wollen durch das Komasaufen ihrem Alltag entfliehen, der oft aus Hartz IV, Jugendarbeitslosigkeit oder einem fehlendem Ausbildungs- bzw. Studienplatz besteht. Es wird sich hemmungslos betrunken, damit diese Sorgen wenigstens stundenweise verschwinden. Wenn man Kinder und Jugendliche vom Komasaufen abbringen will, müssen die Ursachen dafür bekämpft werden.“