28. April 2010

Spaniol fordert klares Signal für mehr Lehrer an allen Schulformen

Die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, Barbara Spaniol, übt Kritik an der Praxis von Stellenstreichungen und der Verschiebung von Lehrerstellen: „Zu wenig Zeit zum Lernen durch G 8, zu wenige Lehrer, zu große Klassen und Unterrichtsausfall – dieser Bilanz ist entschieden entgegen zu treten. Dazu brauchen wir ein Sofortprogramm zur Einstellung von Lehrkräften in allen Schulformen und eine „Lehrerfeuerwehr“, die diesen Namen auch verdient.

Spaniol dazu weiter: „Verschiebungen zu Lasten einzelner Schulformen sind das falsche Signal. Es macht keinen Sinn, das Gymnasium gegen die Gesamtschule auszuspielen und umgekehrt. Ebenso sind Stellenstreichungen wie im Grundschulbereich fatal. Gerade dort steigt die befristete Beschäftigung an, es gibt kaum Perspektiven für Nachwuchskräfte und keine zusätzlichen Stellen zur Umsetzung von kleineren Klassen. Auch wird die geplante bessere Verzahnung von Kita und Grundschule ohne Personalisierung nicht funktionieren.“

Wenn die Landesregierung es ernst meine mit einer tatsächlichen Steigerung der Bildungsausgaben, müsse dies auch im Haushalt deutlich erkennbar sein. „Die Erhöhung des Bildungsetats ist Grundlage für Bildungsreformen. Diese große Linie ist nicht erkennbar“,  so die bildungspolitische Sprecherin abschließend.