18. August 2010

Kohleausstieg war Fehler - Kraftwerkstandorte dürfen nicht gefährdet werden

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Saar-Landtag, Prof. Dr. Heinz Bierbaum sagt heute angesichts der prognostizierten Kohle-Engpässe für die Kraftwerksbetreiber an der Saar:

„Wir halten die Entscheidung für das Ende der heimischen Kohleförderung nach wie vor für einen großen Fehler, auch in Anbetracht steigender Kohlepreise auf dem Weltmarkt. Nun sind jedoch die hiesigen Kraftwerksbetreiber  nach dem Ende des Saar-Bergbaus auf Importkohle angewiesen, die über Mosel und Saar herantransportiert werden muss.“ Zusätzliche Schiffstransporte von etwa zwei Millionen Tonnen pro Jahr würden den Schiffsverkehr auf der Mosel aber um etwa 13 Prozent erhöhen. Nach Meinung der Fachwelt seien Staus auf der Mosel beim derzeitigen Schleusenstand vorprogrammiert, denn der Ausbau der Moselschleusen werde sich noch 20 Jahre hinziehen. Um Energie-Engpässe zu vermeiden, sei dann noch Atomstrom aus Frankreich eine Alternative. „Mit dem strikten Nein für die heimische Kohle hat die Jamaika-Koalition besonders auf Betreiben der Grünen somit zu einer Stärkung der Atomwirtschaft beigetragen.“