16. Dezember 2010

Mehr Geld für saarländische Hochschulen – Land muss Bund an seine Verantwortung erinnern

Die Linksfraktion im saarländischen Landtag fordert die Landesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass der Hochschulpakt auch auf die Wehrpflichtigen ausgeweitet wird. „Wenn der Bund durch das schnelle Aussetzen der Wehrpflicht für einen Rekord-Zulauf bei den Hochschulen sorgt, dann muss er dafür auch finanziell aufkommen.

Wer bestellt, bezahlt“, erklärt Barbara Spaniol, die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag. Bundesweit müssten rund 70.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Das Saarland müsse sich darauf einstellen, dass im nächsten Jahr bis zu 700 junge Menschen mehr ein Studium aufnehmen werden, als in diesem – weil sie nicht mehr ihren Wehrdienst ableisten müssen und deshalb gleich nach dem Abitur zur Hochschule gehen können. „Entweder die Hochschulen bekommen mehr Geld, um zusätzliche Studienplätze zu schaffen, oder die Qualität der Lehre geht den Bach runter“, so Spaniol. „Die Landesregierung darf nicht tatenlos zusehen, wie die Hochschulen unter dem Ansturm zusammenbrechen sondern muss sich für eine gerechte Finanzierung der Studienplätze einsetzen.“