Die Linksfraktion fordert die Landesregierung auf, jedem behinderten Kind den Besuch einer Regelschule zu ermöglichen. Die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen müsse endlich auch im Saarland konkret umgesetzt werden. Nach der heutigen Sitzung des Bildungsausschussses erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin, Barbara
Spaniol: „Die Jamaika-Koalition kann sich nicht weiter hinter einer 100-Tage-Frist verschanzen.“ Seit fast einem Jahr sei die Konvention in Kraft. Nun müssten endlich die Bedingungen erfüllt werden. „Jedem behinderten Kind ist damit der Besuch der Regelschule zu ermöglichen. Hier muss die Landesregierung die Voraussetzungen schaffen.“ so Spaniol.
Im Ausschuss sei das Schuljahr 2011/2012 als Termin genannt worden, das sei viel zu spät. „Eltern wollen ihr echtes Wahlrecht nutzen, ob sie ihr Kind auf eine allgemeine Schule oder einer Förderschule schicken. Das ist nur möglich, wenn die Regelschulen in der Lage sind, stärker auf die Bedürfnisse behinderter Kinder einzugehen. Dazu sind auch viele Klassen noch viel zu groß.“
Die UN-Konvention habe eindeutig zum Ziel, den integrativen Unterricht in der Regelschule in den Vordergrund zu stellen. „Ein inklusives Bildungssystem ist danach eindeutig festgeschrieben. Der Besuch der Regelschule sollte damit künftig im wahrsten Sinne des Wortes zur Regel werden“, so Spaniol abschließend.