26. Februar 2010 Dagmar Ensch-Engel

Tierschutz muss auch in den Landesämtern und Behörden ernst genommen werden

Die Linksfraktion im saarländischen Landtag fordert, dass die tierquälerische Praxis eines Landwirtes im Nordsaarland unverzüglich beendet wird. Die Saarbrücker Zeitung hatte am 25. Februar über den Fall berichtet, jetzt hat sich der Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr damit beschäftigt.

Mit Entrüstung hat die Fraktion DIE LINKE dabei erfahren müssen, dass die zuständige Behörde, das Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz, bis dahin gar keine konkreten Maßnahmen zur sofortigen Beendigung der unsäglichen Zustände auf dem Hof geplant hatte. „Wie soll ein wirksamer Tierschutz garantiert werden, wenn selbst die zuständigen Behörden ihr Handeln auf die Installation einer Glühbirne reduzieren, anstatt die offenbar jahrelang bekannten Missstände bei der Tierhaltung unverzüglich zu beenden?“, so Dagmar Ensch-Engel, tierschutzpolitische Sprecherin der Linksfraktion.

„Gegenseitige Schuldzuweisungen innerhalb der zuständigen Behörden und die Verhängung von Zwangsgeldern sind keine wirksamen Mittel zur Beendigung von Tierquälerei“, so Ensch-Engel abschließend.