29. Januar 2010

Integrationsbetriebe sind gut, aber wo bleibt die Integrationsschule?

DIE LINKE im saarländischen Landtag begrüßt den geplanten Ausbau von Integrationsbetrieben im Land. „Es ist wichtig, dass Menschen mit Behinderungen eine echte Perspektive auf dem Arbeitsmarkt bekommen und nicht ihr Leben lang abgesondert werden“, sagt Ralf Georgi, der behindertenpolitische Sprecher der Fraktion. Der Ausbau dieser Einrichtungen sei längst überfällig.

So wichtig wie das gemeinsame Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung im Betrieb sei allerdings die Integration schon in der Schule. „DIE LINKE fordert schon seit Jahren eine Schule für alle“, erklärt Georgi. Das System der Sonderschulen fördere nur die Ausgrenzung. „Und wie sollen Menschen mit Behinderungen, die zu Schulzeiten ausgegrenzt worden sind, später im Arbeitsleben im Wettbewerb mit Nicht-Behinderten bestehen können? Und wie sollen die Menschen ohne Behinderungen mit ihnen umgehen, wenn sie es nie gelernt haben?“ Eine Schule für alle sei auch eine Bereicherung für alle.

Der Ausbau von Integrationsbetrieben im Land sei ein wichtiger erster Schritt – wenn wirklich genug Personal und Geld bereitgestellt wird. Der Ausbau von integrativen Schulen müsste dringend folgen.