25. Juni 2010

Fußfessel nur geeignet für Resozialisierung in Verbindung mit mehr Fachpersonal

„Das Instrument der Fußfessel kann zur Haftvermeidung und der Resozialisierung beitragen für betroffene Menschen, die wieder lernen müssen, ihren Lebensalltag verantwortlich selber zu gestalten“, kommentiert Birgit Huonker, rechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag die heute bekannt gewordenen Pläne des Bundeskabinetts zur Reform der Sicherungsverwahrung. „Allerdings wird die Fußfessel Straftäter nicht daran hindern können, wieder rückfällig zu werden.“

Die Fußfessel könne als Resozialisierungsinstrument nur wirken, wenn die Betroffenen von ausgebildetem Fachpersonal im Rahmen der Bewährungs- und Straffälligenhilfe begleitet werden. „Wir benötigen daher dringend eine enge Betreuung durch Bewährungshelfer und weiterem Fachpersonal, denn dem Schutz der Bevölkerung muss höchste Priorität eingeräumt werden."