26. März 2010

Lohndiskriminierung von Frauen stoppen

DIE LINKE fordert ein Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft. Dadurch sollten Unternehmen, in denen Frauen oder Männer bei Bezahlung, Aufstieg und Verantwortung benachteiligt sind, zu Gleichstellungsmaßnahmen verpflichtet werden. „Außerdem würde die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes gerade Frauen zugute kommen und dem weiteren Abstieg des Saarlandes zum Niedriglohnland einen Riegel vorschieben“, sagt Barbara Spaniol, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag.

Anlass ist der Tag der Entgeltgleichheit (Equal Pay Day).  „Die Löhne der Frauen liegen im Schnitt gut 23 Prozent unter denen ihrer männlichen Kollegen“, so Spaniol. „Von einer Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt kann daher auch im Jahre 2010 noch lange nicht die Rede sein.“

Die Sozialstudie Saar habe gezeigt, dass Frauen im Saarland vielfach im Niedriglohnsektor und in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten müssen. „Die Zahl der Frauen in Mini- und Teilzeitjobs, in Leiharbeit und mit befristeten Arbeitsverträgen steigt kontinuierlich an“, so Spaniol weiter. „Auch sind Frauen am schlimmsten von der Hartz-IV-Politik betroffen. Ohne wirksame gesetzliche Regelungen wird sich diese Lohndiskriminierung auch nicht beseitigen lassen.“