Zur Situation an den beruflichen Schulen im Saarland fordert die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, der Linksfraktion, Barbara Spaniol, ein Sofortprogramm:
„Seit Jahren ist das Problem der „Stiefkindpolitik“ mit beruflichen Schulen bekannt. Struktureller Lehrermangel verbunden mit massivem Unterrichtsausfall kann nicht weiter hingenommen werden. Wir fordern umgehend die Schaffung von ca. 80 zusätzlichen Lehrerstellen zur Deckung des Bedarfs. Dazu gehören auch mehr Seminarstellen zur Ausbildung der Lehrkräfte sowie Beförderungsperspektiven, um die Abwanderung in andere Bundesländer zu stoppen.“
DIE LINKE werde dazu Vorschläge im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen machen. Spaniol sagt dazu: „Vor allem in den allgemeinbildenden Fächern, in Fremdsprachen, Religion und Sport fallen wöchentlich etwa 1800 Unterrichtsstunden aus, und zwar weil die Schülerzahl seit Jahren um drei bis vier Prozent ansteigt und kaum zusätzliche Stellen geschaffen wurden.“ Deshalb sei eine Trendwende dringend einzuleiten. „Hierzu zählen auch eine stärkere Kooperation zwischen Gymnasien und beruflichen Schulen, beispielsweise mit einem gemeinsamen Pool an Planstellen – genauso wie Initiativen zur Aufwertung des Lehramtsstudiums an beruflichen Schulen „auf Augenhöhe“ mit den allgemeinbildenden Schulen. Vor dem Hintergrund der Altersstruktur der Lehrkräfte können wir im Land nicht mehr weiter auf ausgebildeten Nachwuchs verzichten,“ so Spaniol abschließend.