Die Linksfraktion im saarländischen Landtag ist verwundert darüber, dass der saarländische Philologenverband keine Vertreterin und keinen Vertreter der LINKEN zur heutigen bildungspolitischen Diskussionsveranstaltung des Verbandes eingeladen hat.
„Wir sind mit 11 Abgeordneten mit Abstand die drittstärkste Fraktion im Landtag und werden bei einer anstehenden Verfassungsänderung zur Schulreform sicherlich eine entscheidende Rolle spielen“, sagt die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Barbara Spaniol. „Da ist es schon befremdlich, dass ein saarländischer Lehrerverband dies ignoriert. Vor allem, weil unsere bildungspolitischen Ziele weitestgehend deckungsgleich sind mit denen von SPD und Grünen, die ja eingeladen sind.“
Es sei bedauerlich, dass der Verband parteipolitische Präferenzen offenbar höher einschätze als bildungspolitische Inhalte. „Bei allen diskutierten Konzeptionen ist für uns als LINKE ein zentraler Punkt, dass sich Schule am Kind orientieren muss und nicht umgekehrt“, so Spaniol weiter. „Kinder müssen die bestmögliche Förderung und optimale Lernbedingungen erhalten. Dafür brauchen wir eine Allianz der Vernunft. Und dazu laden wir den saarländischen Philologenverband gerne ein. Ein Dialog trägt hoffentlich dazu bei, Berührungsängste zu überwinden".