14. Juni 2011

Galerie der Gegenwart Symbol für die unhaltbaren Zustände in der SSK

Der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag des Saarlandes, Lothar Schnitzler hat das Verhalten des Kurators Saarländischer Kulturbesitz, Kulturminister Karl Rauber, und der Kulturbeauftragten der saarländischen Landesregierung, Dr. Susanne Reichrath, in der Affäre um den mittlerweile suspendierten Stiftungsvorstand Melcher erneut scharf kritisiert:

In Anbetracht der sich ausweitenden Affäre um den Vorsitzenden der Stiftung Saarländischen Kulturbesitz, Ralph Melcher, fordert Lothar Schnitzler Kulturminister Karl Rauber auf, endlich die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Lothar Schnitzler: „Minister Rauber ist verantwortlich dafür, dass mit den Stiftungsgeldern fahrlässig umgegangen wurde, dass sich Melcher auf vielfachen Wegen die Taschen voll machen konnte und dass die Staatsanwaltschaft gegen den suspendierten Stiftungsvorsitzenden wegen Korruption ermittelt.“

Mit der Klage gegen den ersten Preisträger wegen Nichteinhaltung der Wettbewerbsvorgaben wurde der Entwurf des fünften Preisträgers realisiert, was jetzt bereits zu einem Anstieg  der Baukosten von 12,5 auf derzeit 18,7 Millionen Euro führt. „Ein weiterer Anstieg in Millionenhöhe wurde von dem neuen Stiftungsvorstand Meinrad M. Grewenig angekündigt, so dass eine Verdopplung der Baukosten zu erwarten ist.  Wenn man von den anfangs von dem damaligen Kulturminister Jürgen Schreier genannten 9 Millionen Euro ausgeht, ist die neue Kalkulation ein Zeichen für totale Unfähigkeit der politisch und fachlich Verantwortlichen: Der damalige Kulturminister Schreier machte 2003 Ralph Melcher zum neuen Direktor des Saarlandmuseums und seine Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist für das Bauvorhaben 4. Pavillon verantwortlich, die die mit allen jetzt ans Tageslicht gekommenen vertraglichen Unsäglichkeiten versehenen Projektsteuerung veranlasste. Nahtlos übernahm dann Karl Rauber als Nachfolger diese mafiöse Struktur.“

„Dass Minister Rauber mit dem Kulturbereich total überfordert ist, hat sich bereits bei dem Industriekultur-Standort Reden angedeutet und zeigt sich bei der weiteren Gestaltung und Finanzierung des Gondwanaparks“, kritisiert Schnitzler. „Auch hier Pleiten, Pech und Pannen. Minister Rauber hat zum wiederholten Male bewiesen, dass er weder in der Lage ist, öffentliche Gelder zum Wohle des Saarlandes in zukunftsfähige Projekte zu stecken, noch seine Dienst- und Fachaufsicht wahrzunehmen. Minister Rauber sollte nicht an seinem Stuhl kleben und abwarten, was nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Müller für ihn übrig bleibt.“