19. April 2012

Astrid Schramm: Minimale Rentenerhöhungen müssen als Beruhigungspille bezeichnet werden

Anlässlich der heute beschlossenen Rentenerhöhung um 2,18 Prozent sagt die Abgeordnete des saarländischen Landtags, Astrid Schramm: "Diese minimale Erhöhung gleicht noch nicht mal die allgemeine Preissteigerung aus und muss wohl eher als Beruhigungspille für die Rentnerinnen und Rentner bezeichnet werden, die jahrelang Nullrunden erdulden mussten ", sagt  Schramm.

"Eine deutliche Rentenerhöhung, wie von Ministerin von der Leyen angekündigt, sieht schlicht anders aus. Durch die jetzige Mini-Rentenerhöhung verbleibt den Rentnerinnen und Rentnern trotzdem unterm Strich weniger im Geldbeutel. Das ist ein Schlag ins Gesicht derer, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder groß gezogen oder Angehörige gepflegt haben. Von sozial gerechter  Rentenpolitik kann nicht mehr gesprochen werden." Schramm verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der jetzige Chef der saarländischen Staatskanzlei, Andreas Storm, vor einigen Jahren dafür plädiert hat, die Rentenformel zu verändern, in deren Folge die Renten noch langsamer steigen würden.

"Schuld an der aktuellen Rentenmisere ist eine verfehlte Politik der vergangenen Jahre. Wir fordern die Streichung der Kürzungsmechanismen aus der aktuellen Rentenformel, damit die immer geringere Altersrente und eine drohende Altersarmut vermieden werden kann."