9. Juli 2012

Astrid Schramm: Junge Union füllt das Sommerloch

Als „schlechten Witz“ hat die Abgeordnete der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Astrid Schramm, die Forderung der Rente mit 70 der Jungen Union im Saarland bezeichnet:

„Nach der Rente mit 67 soll es nun die Rente mit 70 geben. Das ist an Realitätsverlust nicht mehr zu überbieten“, kritisiert Schramm in scharfer Form. „Schon jetzt sind im Saarland nur 54 Prozent der 55- bis 65Jährigen in Beschäftigung. Vielen ist es daher gar nicht möglich, bis zum 67. oder gar 70. Lebensjahr beschäftigt zu sein. Die Junge Union fordert nichts anderes als eine weitere Rentenkürzung. Besonders bei körperlich belastenden Tätigkeiten ist das Arbeiten bis zum Renten-Eintrittsalter aus gesundheitlichen Gründen gar nicht möglich.“

„Die Junge Union füllt mal wieder das Sommerloch. Für die CDU-Nachwuchstruppe  scheinen die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland beliebte Zielscheibe zu sein“, erklärt die Parlamentarierin und erinnert daran, dass der JU-Chef Philipp Mißfelder vorgeschlagen hatte, dass die Kosten für Hüftgelenksoperationen für Rentner nicht mehr durch die Krankenkassen übernommen werden sollten. „Zynisch, arrogant und lebensfremd– so einfach kann man Forderungen der Jungen Union zur Rentendiskussion bezeichnen.“