29. Juni 2012

Dagmar Ensch-Engel: Dringender Handlungsbedarf angesichts Max-Planck-Studie

„Die jüngst veröffentlichte Studie des Max-Planck-Institutes für Chemie, wonach Westeuropa das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Verseuchung im Falle eines Unfalls trägt, bestätigt unsere ärgsten Befürchtungen“, so Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und stellvertretende Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE.

„In der Großregion wären 11 Millionen Menschen betroffen, insbesondere im Saarland wegen seiner räumlichen Nähe zu Cattenom und der fast immer vorherrschenden Westwinde. Diese Erkenntnis ist uns nicht neu, aber die Aussage, dass es bei dem momentanen Kraftwerksbestand etwa einmal in zehn bis zwanzig Jahren zu einer Kernschmelze kommen könnte, macht deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht!“ so Ensch-Engel weiter.

„Die aktuell durchgeführten Übungen von Katastrophenschutz-Maßnahmen vor dem Hintergrund eines möglichen Atom-Unfalls sind unabdingbar und längst überfällig. Machen den Betrieb des Atomkraftwerks in Cattenom jedoch nicht sicherer. Wir fordern daher die sofortige Beseitigung der Mängel und die schnellstmögliche Abschaltung des Kraftwerks in Cattenom“, so Ensch-Engel abschließend.