19. März 2012

Cattenom: Bundesregierung verschließt die Augen vor den Gefahren

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Bundesregierung das Saarland im Bemühen um die Abschaltung des störanfälligen Reaktors im französischen Cattenom allein lässt“, sagt die energiepolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag des Saarlandes, Dagmar Ensch-Engel. „Bei allem Respekt vor der nationalen Souveränität Frankreichs muss gerade in der Grenzregion auf ein Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht bestanden werden.

Cattenom liegt gerade mal zwölf Kilometer vom Saarland entfernt, welches im Falle eines Atomunfalls als grenznahe Region über Jahrzehnte unbewohnbar wäre.“

 

Unverständlich sei die Reaktion der Bundesregierung und die Tatenlosigkeit der Landesregierung gerade aufgrund der Auswertung des Stresstestes. Dieser hat eindeutig belegt, dass das AKW Cattenom ein hohes Risikopotential aufweist. „Wer unter diesen Ergebnissen die Augen verschließt, handelt schlichtweg unverantwortlich“, so Ensch-Engel abschließend.