9. Mai 2012

ECE Homburg: Barbara Spaniol fordert mehr Transparenz und „Runden Tisch“

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die ECE-Ansiedlung in Homburg fordert die Homburger Abgeordnete und Vorsitzende der Linksfraktion im Homburger Stadtrat, Barbara Spaniol, erneut ein transparentes Verfahren und einen „Runden Tisch“ mit Vertretern der Stadt, des Stadtrates und den Gewerbetreibenden. „Die geplanten zusätzlichen Einzelhandelsflächen von ca. 20 000 Quadratmetern werden für die Homburger Innenstadt kaum verträglich sein. Es ist zu befürchten, dass viele kleine inhabergeführte Geschäfte wegen Mietsteigerungen oder der Konkurrenz durch das ECE aufgeben“, so Spaniol. Daher müsse endlich ein Dialog mit den Betroffenen am „Runden Tisch“ geführt werden, bevor endgültig entschieden werde. Dazu gehöre auch mehr Öffentlichkeit im Stadtrat.

DIE LINKE fordert eine Versachlichung der Debatte und eine intensive Würdigung der kritischen Argumente von Expertenseite. Spaniol betont: „Deren Prognose ist eindeutig: Derzeit gibt es schon den „Wildwuchs“ austauschbarer Shoppingcenter mit Kaiserslautern, Zweibrücken, Neunkirchen und Saarbrücken um Homburg herum. Dies wirkt sich zu Lasten umliegender Handelsgeschäfte aus und die Leerstandsgefahr steigt.“

Kaufkraft könne nicht doppelt verteilt werden. „Städtisches Leben ist auch nach unserer Ansicht mehr als reines Shopping. Die Stadt muss gemeinsam mit dem Handel Initiativen für eine Steigerung der Attraktivität von Homburg außerhalb des Centers - eingebettet in eine sinnvolle Verkehrsplanung - auf den Weg bringen,“ so Spaniol.