27. November 2012

Astrid Schramm: Hat Minister Storm geschlafen?

Angesichts der heute bekannt gewordenen Defizite in der saarländischen Heimaufsicht fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Astrid Schramm, Gesundheitsminister Storm auf, dringend eine personelle Aufstockung vorzunehmen.

"Es wäre die Aufgabe des Gesundheitsministers gewesen, diesen Missstand zu erkennen und nicht erst jetzt, sondern bereits in der Vergangenheit, abzustellen. Jeder Laie hätte sofort erkannt, dass ein Mitarbeiter nicht für 45 Alten- und Behindertenheime verantwortlich sein kann, wenn er sorgfältig seinen Aufgaben nachkommen soll.“

So müsse Storm beispielsweise prüfen, ob die Interessen und die Bedürfnisse der Heimbewohner gewahrt würden, ebenso deren pflegerische, gesundheitliche oder soziale Betreuung.
Schramm weiter: „Die Heimaufsicht soll prüfen, ob die Arzneimittelversorgung sichergestellt ist, schaut nach dem Tages- und Arbeitsablauf, bewertet die Zuverlässigkeit des Heimbetreibers und den Zustand der Räumlichkeiten, prüft die Personalbesetzung usw. Wie soll das ein einzelner Mitarbeiter der Heimaufsicht bei 45 Heimen bewältigen?“

Spätestens nach dem Pflegeskandal in einer saarländischen Einrichtung hätten bei Minister Storm die Alarmglocken läuten müssen. Die Frage müsse erlaubt sein: Hat Herr Storm geschlafen? „Ich bezweifele stark, dass die von Minister Storm jetzt angekündigte Aufstockung von 1,45 Stellen ausreichend ist“, so Schramm. Sie kündigt an, dass die Linksfraktion dieses Thema im nächsten Gesundheitsausschuss auf die Tagesordnung setzen wird.