23. Oktober 2012

Astrid Schramm: Mehr psychisch Kranke im Saarland-Konsequenzen im Gesundheitssystem gefordert

Aufgrund der gestiegenen Zahl der psychisch kranken Menschen im Saarland fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Astrid Schramm, dringende Konsequenzen im Gesundheitssystem: „Die Versorgung psychisch Erkrankter ist nach wie vor unbefriedigend. Im Saarland muss man drei bis vier Monate auf einen Termin warten, bis die Behandlung bei einem Psychotherapeuten beginnen kann. Durch solch eine lange Wartezeit werden die psychischen Leiden verlängert, sogar verschlimmert und letztendlich die Genesung erschwert.“ DIE LINKE habe bereits im letzten Jahr eine Erhöhung der Bettenkapazität in Kliniken bei psychischen Erkrankungen gefordert. Gleichzeitig fordere man von der Landesregierung einen Ausbau der dringend notwendigen ambulanten Versorgung in diesem Bereich. Schramm weiter: „Eine der wichtigen Grundlagen für eine stabile psychische Gesundheit ist außerdem eine gerecht entlohnte Arbeit, denn diese schafft Selbstbestätigung und Anerkennung und ist damit zunächst eine wesentliche Voraussetzung zur Stressbewältigung.“ Zu viel Stress im Job, wenig Anerkennung und vor allem schlechte Bezahlung führten hingegen häufig zu psychischen Erkrankungen.