26. September 2012

Barbara Spaniol: Bezahlbarer Wohnraum muss für alle Studierende an Saar-Hochschulen vorhanden sein - Lösung für Wohnungsnot noch nicht in Sicht

„Das neue Semester steht vor der Tür und noch immer ist keine Lösung gegen die Wohnungsnot der Studierenden gefunden worden. Noch immer fehlen rund 260 Plätze, die nach der Schließung des Wohnheims D weggefallen sind. Und noch immer hat das Land keine Idee, wie Ersatz geschaffen werden könnte.“ Mit diesen Worten reagiert die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, auf den erneuten Bericht im Wissenschaftsausschuss zur Wohnraumsituation auf dem Uni-Campus. Spaniol kritisiert die  mangelnde Koordinierung durch das Land. „Laut Studentenwerk stehen 726 Studierende auf der Warteliste und alle Wohnheime sind belegt. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf.

Das Land ist in der Pflicht, schnellstmöglich mit der Universität, dem Studentenwerk und der Stadt Saarbrücken für finanzielle Planungssicherheit zu sorgen und bezahlbaren Wohnraum für die Studierenden zu gewährleisten."

Die Studierenden hätten Anspruch auf ordentliche Studienbedingungen.

"Dazu gehören vor allem auch angemessene Wohnungen statt Notunterkünften“, so Spaniol. „Insbesondere die vielen ausländischen Studierenden sind darauf angewiesen. Wohnraum in der Stadt Saarbrücken ist viel teurer als im bisherigen Wohnheim D und damit kaum ein vergleichbarer Ersatz."

Studentischer Wohnraum müsse auf dem Uni-Campus erhalten bleiben.

"Wenigstens eine Teilsanierung des Wohnheims muss angegangen werden. Das Land kann es sich nicht leisten, als Hochschulstandort Studierende ohne Wohnungen im Regen stehen zu lassen," so Spaniol abschließend.