19. August 2013

Barbara Spaniol: Schulschließungen und Lehrerstellenabbau nicht hinnehmbar – Bildungskahlschlag verhindern

Zum Schuljahresbeginn fordert die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, Bildungsminister Commercon erneut auf, Schulschließungen und den Abbau von Lehrerstellen nicht zuzulassen. „Die neue Gemeinschaftsschule braucht Bestandsschutz und eine echte Chance zum Aufbau. Dazu gehört Zeit. Es kann nicht sein, dass Schulstandorte nach nur einem Jahr ums Überleben bangen müssen.“ Diese Bedenken habe die Große Koalition aus Spargründen blind in den Wind geschlagen. “Dabei haben Eltern ein Recht auf Planungssicherheit, zu welcher Schule sie ihre Kinder schicken können“, so Spaniol. Dazu seien tragfähige Lösungen und frühzeitige Verhandlungen mit den Schulträgern zum Erhalt der Standorte notwendig. Ebenso sei ein stärkeres Werben für die Gemeinschaftsschule unumgänglich. "Dazu muss sie dringend mit einem klaren Oberstufenkonzept auf Augenhöhe mit dem Gymnasium ausgestaltet werden, damit mehr Gemeinschaftsschüler die Chance zum Abitur nach 9 Jahren erhalten.“ Darüber hinaus kritisiert DIE LINKE erneut scharf den geplanten Abbau von circa 600 Lehrerstellen an saarländischen Schulen, der auch die neue Gemeinschaftsschule treffen wird. Spaniol dazu: „Die gute Ausbildung unserer Kinder darf nicht durch die Streichung von Lehrerstellen gefährdet werden. Damit die Gemeinschaftsschule ein Erfolg wird, brauchen wir dort vor allem mehr statt weniger Lehrer.“ Zurückgehende Schülerzahlen seien eine Chance für Qualitätsverbesserungen mit kleineren Klassen und mehr individueller Förderung. „Wir fordern Bildungsminister Commercon auf, nicht noch weiter einzuknicken und den fortschreitenden Bildungskahlschlag abzustellen“, so Spaniol abschließend