12. Dezember 2013

Barbara Spaniol: DIE LINKE begrüßt Inklusionsgesetz – Umsetzung erfordert mehr statt weniger Personal

Die Linksfraktion im saarländischen Landtag begrüßt die Pläne von Bildungsminister Commercon, im Zuge der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention die Regelschulen zu inklusiven Schulen zu entwickeln. Die bildungspolitische Sprecherin, Barbara Spaniol, erklärt dazu: „Es muss eine sonderpädagogische Grundversorgung an allen Regelschulen möglich werden. Dazu darf Inklusion kein Sparmodell werden. Sie wird nur mit mehr statt mit weniger Ressourcen gelingen.“ Die Ausdehnung der Inklusion im Zuge einer Budgetierung der Lehrerstellen auf alle Schulformen sei der richtige Weg. Spaniol dazu: „Es mangelt allerdings an den passenden Rahmenbedingungen.“ Nur 105 Förderschullehrerstellen für 162 Grundschulen seien nicht ausreichend. Auch müsse in städtischen Ballungsgebieten eine Förderschullehrkraft pro Jahrgang eingeplant werden. „Für viele inklusiv zu beschulende Schüler ab der 5. Klasse fehlen die Voraussetzungen an den Schulen. Die beruflichen sind darüber hinaus zu spät berücksichtigt“, so Spaniol. „Der geplante Abbau von bis zu 600 Lehrerstellen in den nächsten Jahren lässt Zweifel aufkommen, wie die große Herausforderung „Inklusion“ bewältigt werden soll.“ Inklusion werde nur im Miteinander mit den bestehenden Strukturen möglich. „Vor allem kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte an unseren Schulen wären die richtige Weichenstellung für die Zukunft. Wir werden als LINKE die Umsetzung des Inklusionsgesetzes kritisch, aber konstruktiv begleiten“, so Spaniol abschließend.