9. Dezember 2013

Barbara Spaniol: DIE LINKE fordert bessere Bedingungen für Abitur nach neun Jahren – Wahlmöglichkeit zwischen G 8 und G 9 notwendig

Zur aktuellen Diskussion um die Belastung durch das Turbo-Abi G 8 erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol: „Der Druck auf die Schüler im achtjährigen Gymnasium G 8 ist unverändert hoch. Zu wenig Zeit zum Lernen, zu wenige Lehrer, zu große Klassen und Unterrichtsausfall – dieser Bilanz muss entschieden entgegen gewirkt werden. Hier fordern wir erneut den Ausbau von echten Ganztagsschulen und die Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 am Gymnasium.“ Das Hauptproblem des Systems G8 sei, dass die verkürzte Schulzeit auf Zuruf der Wirtschaft übereilt eingeführt worden sei. Spaniol weiter: „Im Vordergrund darf nicht stehen, dass Abiturienten möglichst früh dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sondern dass junge Menschen Zeit haben, sich in der Schule zu entwickeln. Hier sind weitere Korrekturen in Stundentafel und Lehrplänen erforderlich.“ Vor allem müsse die Gemeinschaftsschule im Saarland, wo das Abitur nach neun Jahren möglich ist, endlich auf Augenhöhe mit dem Gymnasium ausgestattet sein, um mehr Gemeinschaftsschüler zum Abitur zu führen. Spaniol: „Dazu gehört vor allem ein Oberstufenkonzept, damit Eltern erfahren, an welcher Schule eine Alternative zum Turbo-Abi möglich ist.“ Mit Sorge sehe DIE LINKE daher die Pläne der Großen Koalition zum Abbau von bis zu 600 Lehrerstellen in den kommenden Jahren. „Damit wird die private Nachhilfe weiter boomen und individuelle Förderung in Schulen allmählich zum Fremdwort“, so Spaniol abschließend.