4. Dezember 2013

Barbara Spaniol: DIE LINKE lehnt Bildungshaushalt ab - Personalabbau an saarländischen Schulen gefährdet Bildungserfolg

Zur heutigen Ablehnung des Bildungshaushaltes seitens der Linksfraktion im saarländischen Landtag erklärt die bildungspolitische Sprecherin, Barbara Spaniol: „Unsere Schulen haben heute schon mit Lehrermangel, zu großen Klassen und Unterrichtsausfall zu kämpfen. Ein Abbau von bis zu 600 Stellen in den kommenden Jahren ist nicht zu verantworten und gefährdet die gute Ausbildung unserer Kinder.“ Vor allem sei die Umsetzung der Inklusion im Schulbereich eine riesige Herausforderung, die nur mit mehr statt mit weniger Ressourcen zu schaffen sei. Spaniol dazu: „Daher müssen frei werdende Lehrerstellen im Grundschulbereich bleiben und dürfen nicht eingespart werden. Es muss eine sonderpädagogische Grundversorgung an allen Regelschulen möglich sein. Nur 105 Förderschullehrerstellen für 162 Grundschulen sind zu wenig. Damit wird die inklusive Schule nicht gelingen.“ Das Land müsse viel mehr Anreize für den Lehrernachwuchs und bessere Rahmenbedingungen an allen Schulen schaffen. Dazu gehöre auch ein wirksames Konzept gegen Unterrichtsausfall mit einer echten „Lehrerfeuerwehr“, so Spaniol. „Die beruflichen Schulen sind die einzige Schulform, in der es noch nicht einmal ansatzweise eine Lehrerreserve gibt. Für die 20 Berufsschulstandorte im Land muss wenigstens eine Lehrkraft dafür zur Verfügung stehen.“ Besorgniserregend sei auch, dass der Bildungserfolg immer noch vom Elternhaus abhänge. Spaniol dazu: „Schüler aus sozial besser gestellten Familien haben nach wie vor einen deutlichen Leistungsvorsprung gegenüber Gleichaltrigen aus schwierigeren Verhältnissen. Hier muss dringend gegengesteuert werden.“ Dazu gehöre für DIE LINKE auch ein Konzept für mehr gebundene Ganztagsschulen. „Eine Sparpolitik zu Lasten von Qualitätsverbesserungen verschärft die soziale Spaltung an unseren Schulen“, so Spaniol abschließend.