18. Dezember 2013

Barbara Spaniol: Inklusion braucht beste Rahmenbedingungen

Zur Kritik der Landesschulkonferenz an der geplanten Umsetzung der Inklusion an Regelschulen im Saarland erklärt Barbara Spaniol, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Es muss eine sonderpädagogische Grundversorgung an allen Regelschulen möglich werden. Dazu darf Inklusion kein Sparmodell werden.“ Derzeit mangele es an den passenden Rahmenbedingungen. Spaniol dazu: „Nur 105 Förderschullehrerstellen für 162 Grundschulen werden nicht ausreichen.“ Auch sei in städtischen Ballungsgebieten eine Förderschullehrkraft pro Jahrgang einzuplanen. „Um behinderte Kinder bestmöglich zu betreuen, müssen die Schulen ausreichend personalisiert und barrierefrei werden. Inklusion gelingt nur mit mehr statt mit weniger Ressourcen“, so Spaniol. Der geplante Abbau von bis zu 600 Lehrerstellen in den nächsten Jahren lässt nach Ansicht der LINKE Zweifel aufkommen, wie die große Herausforderung „Inklusion“ bewältigt werden soll. „Inklusion wird nur im Miteinander mit den bestehenden Strukturen funktionieren. Kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte wären richtige Weichenstellungen für die Zukunft der inklusiven Schule“, so Spaniol abschließend.