27. Februar 2013

Barbara Spaniol: Lehrerausbildung dringend verbessern

Zur Ankündigung von Bildungsminister Commercon, mehr Praxis für Lehramtsanwärter zu bieten, stellt die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag und bildungspolitische Sprecherin, Barbara Spaniol, fest: „Die Lehrerausbildung muss an die Schulwirklichkeit angepasst und einer neuen Lernkultur gerecht werden. Dazu gehört ein intensiver Blick auf den Arbeitsplatz Schule mit einer aktiven Einbindung in den Schul- und Unterrichtsalltag. Künftige Lehrkräfte brauchen mehr Berufsfeld -und Praxisbezug sowohl im Studium als auch im Vorbereitungsdienst. Das fordern wir LINKE seit Jahren.“ Die Missstände, insbesondere bei der Grund- und Hauptschullehrerausbildung, seien nach einer GEW-Umfrage hinreichend bekannt. Spaniol dazu: „Die Bedingungen in den Studienseminaren müssen verbessert werden. Eine gezielte Fort- und Weiterbildung der Ausbilder, Unterrichtspraktika direkt zu Beginn des Studiums sowie eine bessere Kooperation mit den Ausbildungsschulen gehören nach unserer Ansicht ebenfalls zu einer Reform.“ Junglehrer brauchten berufliche Perspektiven mit festen Planstellen statt befristete Verträge. „Wenn die Schulen immer mehr leisten sollen, müssen aber auch die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen stimmen. Daher ist eine Trendwende in der Lehrerausbildung dringend geboten“, so Spaniol. „Die Vorschläge des Ministers gehen in die richtige Richtung. Dann darf er Referendare aber nicht im Regen stehen lassen – weder in der Ausbildung noch bei der versprochenen Übernahme in den Schuldienst.“