25. Februar 2013

Barbara Spaniol: Verbesserungen für Grundschullehrkräfte endlich umsetzen – warme Worte reichen nicht aus

Zur anhaltenden Misere an den saarländischen Grundschulen fordert die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, die Große Koalition erneut zum Handeln auf. „Mit der Grundschule beginnt die Schullaufbahn unserer Kinder. Hier werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Und daher muss es für diese Schulform auch besonders gute Rahmenbedingungen geben“, so Spaniol. Der Protest der Grundschullehrer sei ernst zu nehmen. „Sie haben ein Recht auf die gleiche Unterrichtsverpflichtung und verlässliche Leitungsstrukturen wie Kollegen an anderen Schulformen“, so Spaniol. Mittel, die durch den Schülerrückgang frei würden, müssten im Grundschulbereich bleiben. Spaniol weiter: „Dazu gehören auch mehr Lehrerstellen. Schulleiterinnen und Schulleiter müssen in vertretbarem Maße von Pflichtstunden freigestellt werden. Ebenso brauchen die Grundschulen Funktionsstellen für Konrektorinnen und Konrektoren.“ Beförderungsperspektiven und die Rücknahme der Gehaltskürzung für Junglehrer wären nach Ansicht der LINKE der richtige Weg, den Grundschullehrerberuf wieder attraktiv zu machen. Spaniol dazu: „Die Anforderungen im Grundschulbereich steigen im Hinblick auf den Ausbau von Ganztagsschulen und die Verzahnung mit dem Kindergarten ständig an. Trotzdem haben unsere Grundschullehrer die höchste Unterrichtsverpflichtung und die schlechteste Besoldung.“ Diese Entwicklung sei so nicht mehr hinnehmbar. „Warme Worte reichen sicher nicht mehr aus. Wir fordern bessere Arbeitsbedingungen an unseren Grundschulen", so Spaniol abschließend.