28. Februar 2013

Dagmar Ensch-Engel: Umweltschutz darf nicht gegen Landschaftsschutz ausgespielt werden

Als unüberlegte und voreilige Entscheidung bezeichnet Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, die Verordnung des saarländischen Umweltministeriums über die grundsätzliche Erlaubnis von Windkrafträdern in Landschaftsschutzgebieten. „Für DIE LINKE ist der Umbau der Energielandschaft im Saarland untrennbar mit Umwelt- und Landschaftsschutz und den Interessen der Bürgerinnen und Bürger verbunden“, so Ensch-Engel. „ Wie eine Anfrage der Landtagsfraktion der LINKEN ergeben hat, ist die Landesregierung nicht in der Lage, eine verbindliche Antwort darauf zu geben, wie viele Windkraftanlagen im Saarland in den letzten Jahren errichtet wurden. So stellt sich die Frage, auf welcher Faktenlage diese Verordnung erlassen wurde.“ Bevor Windkrafträder in Landschaftsschutzgebieten zugelassen würden, müsse überprüft werden, ob die bereits jetzt ausgewiesenen Standorte nicht ausreichend seien, um die Klimaschutz-Ziele zu erreichen. „Dazu muss endlich der Netzausbau vorangetrieben, die Speichermöglichkeiten entwickelt und gleichzeitig Sorge dafür getragen werden, dass die vorhandenen Anlagen unter Volllast laufen können“, so Ensch-Engel abschließend.