20. Februar 2013

Insulinpumpen dürfen für Kinder keine Luxusversorgung sein

Vor dem Hintergrund des Berichts der Landesregierung zur Bewilligungspraxis der Krankenkassen bezüglich der Versorgung der saarländischen Bevölkerung mit Insulinpumpen in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag des Saarlandes, Astrid Schramm: "Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass bestimmte Krankenkassen hier im Saarland in größerem Umfang Insulinpumpen - insbesondere auch gegenüber Kindern - verweigern, während andere Krankenkassen durchaus in der Lage sind, ausnahmslos Insulinpumpen zu gewähren. Durch die Bewilligung von Insulinpumpen könnten den an Diabetes erkrankten Kindern über 2000 Spritzen im Jahr erspart und eine Integration in Kindertagesstätten und Schulen erleichtert werden. Eine Insulinpumpentherapie ist mit Kosten von über 300 Euro pro Monat verbunden, die sich viele Familien schlichtweg nicht leisten können. Hier zeigt sich auf traurige Weise, zu welchen Folgen die Politik der letzten Jahre und die stetige Ausweitung des Wettbewerbs im Gesundheitssystem geführt hat. Das Schicksal der chronisch kranken Kinder bewegt und wir können die betroffenen Familien nicht allein lassen. Ich freue mich daher, dass der zuständige Ausschuss im Landtag sich dieser Thematik nun auch in einer Anhörung widmen wird."