2. Juli 2013

Barbara Spaniol: Koalition spart Volluni kaputt

Nach dem erneuten Bericht des Uni-Präsidenten im heutigen Wissenschaftsausschuss des Landtages bezeichnet die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, die für die Uni geplanten Haushaltskürzungen als “hochschulpolitisches Kaputtspar-Programm” der Koalition. „Das geht der Uni als Volluni an die Substanz. Sogar die Wiedereinführung von Langzeitstudiengebühren ist zu befürchten.“ Zudem drohe offenbar ein zusätzlicher Abbau von mindestens 200 Stellen. Professor Linneweber befürchte einen dramatischen Rückbau der Uni um circa 20 Prozent. „Das ist ein verheerendes Signal für den Wissenschaftsstandort Saar“, so Spaniol. „Bis zu 60 Professuren und ca. 4500 Studienplätze stehen weiterhin auf der Kippe, ebenso offenbar Fächer vor Schließungen. Wenn auf die Breite des Fächerspektrums aus Spargründen verzichtet wird, sehen wir für die Hochschule als Landesuni keine Perspektive mehr.“ Spaniol weiter: „Genauso werden wohl die Chancen auf weitere Mittel aus dem Hochschulpaket sinken. Wir fordern nach wie vor ein klares Bekenntnis für eine breit aufgestellte, zukunftsfähige Universität. Wir werden es nicht zulassen, dass die medizinische und die juristische Fakultät sowie die Lehrerbildung diesem Kahlschlag zum Opfer fallen.“ Auch sei die Philosophische Fakultät kein Steinbruch und die zunehmende prekäre Beschäftigung an der Uni müsse eingedämmt werden. ”Statt die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern, legt die Koalition an den Schulen und an der Uni brutal die Sparaxt an. Wir fordern erneut finanzielle Planungssicherheit für die Universität des Saarlandes“, so Spaniol abschließend.