1. Juli 2013

Heike Kugler: Altersarmut mit einem Viertel Prozent Rentenerhöhung bekämpfen?

Anlässlich der Erhöhung der Renten in unserem Land um ein Viertel Prozent, erklärt die rentenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im saarländischen Landtag, Heike Kugler: „Hier ist Armut vorprogrammiert. Bereits heute arbeiten immer mehr Ruheständler, und zwar nicht weil sie nichts zu tun hätten, sondern weil sie von ihrer Rente nicht leben können. Fast die Hälfte der Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrentner bekamen im vergangenen Jahr unter 700 Euro. Angesichts dieser Zahlen ist eine Erhöhung der Renten um ein Viertel Prozent der blanke Hohn. Im Herbst letzten Jahres waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit in der Altersgruppe der über 65-jährigen mehr als 810.000 Minijobber registriert. Dies zeigt, dass unsere Senioren akut von Altersarmut bedroht sind. Schlimmer noch: Altersarmut wird als Naturphänomen hingenommen.“ Kugler weiter: „DIE LINKE. fordert daher, dass sich die Landesregierung für eine Herstellung der ursprünglichen Rentenversicherung einsetzt. Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf, da nach der gegenwärtigen Berechnungsformel das Rentenniveau immer weiter absinkt. Ein Ende der Abwärtsspirale in die Armut ist nicht in Sicht, Lösungsansätze der Landes- wie der Bundesregierung leider genau so wenig.“