4. März 2013

Barbara Spaniol: Gemeinschaftsschule besser ausstatten – Alternative zu G 8

Zum erneuten Streit um die Gemeinschaftsschule wegen schwächerer Anmeldezahlen fordert die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, eine stärkere Bewerbung und eine bessere Ausstattung der neuen Gemeinschaftsschule als Alternative zum achtjährigen Gymnasium. „Die Gemeinschaftsschule im Saarland, wo das Abitur nach neun Jahren möglich ist, muss dringend auf Augenhöhe mit dem Gymnasium ausgestaltet werden, damit mehr Gemeinschaftsschüler die Chance zum Abitur erhalten.“ Ein Hauptproblem für viele Eltern und Schüler sei immer noch das System G8, das auf Zuruf der Wirtschaft übereilt eingeführt worden sei. Spaniol dazu: “Zu wenig Zeit zum Lernen durch G8, zu wenige Lehrer, zu große Klassen und Unterrichtsausfall – dieser Bilanz kann mit der Gemeinschaftsschule entschieden entgegen getreten werden, wenn sie angemessen ausgestattet ist.“ Dazu gehören nach Ansicht Spaniols eigene Oberstufen sowie eine weitere Überarbeitung von Stundentafel und Lehrplänen – ebenso wie kleinere Klassen und mehr Lehrer. Spaniol: „Längeres gemeinsames Lernen in der Gemeinschaftsschule bietet die bessere individuelle Förderung. Auch wird nicht mehr der Geldbeutel der Eltern über den Bildungserfolg der Kinder entscheiden. Genau dafür muss der Bildungsminister sorgen und die Gemeinschaftsschule personell besser ausstatten. Dann wird sie auch ein Erfolgsmodell.“ Die Gemeinschaftsschulen brauchten Bestandsschutz und Zeit zum Aufbau. Es dürfe keine Hintertür für Schulschließungen und Einsparungen von Lehrerstellen geben.