11. März 2013

Dagmar Ensch-Engel: DIE LINKE erinnert an Opfer von Fukushima

DIE LINKE im saarländischen Landtag nimmt den Jahrestag des Supergaus von Fukushima zum Anlass, an die Opfer zu erinnern. Dazu erklärt Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Die letzten Opfer von Fukushima sind noch nicht geboren. Es war ein Unfall von unvorstellbarem Ausmaß, und die Wahrheit über die tatsächlichen Schäden kommt nur langsam ans Licht." DIE LINKE habe aus diesem traurigen Anlass bereits am Samstag in Paris an der Menschenkette gegen Atomkraft teilgenommen und zeige heute den Film „Hibakusha - eine Reise auf die Insel des Glücks“ in der Grundschule Adolphshöhe Wallerfangen. Ensch-Engel weiter: „Wir sind uns bewusst, dass, nur 12 Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt, das siebtgrößte Kernkraftwerk der Welt nach wie vor am Netz ist. Cattenom stellt eine permanente Gefährdung für die gesamte Großregion dar. Ein Unfall würde das Saarland über Jahrzehnte unbewohnbar machen." Das AKW habe laut Stresstest eine schlechtere Bewertung als Fessenheim und biete keine Schutzmechanismen gegen Erdbeben oder Flugzeugabstürze. Dennoch hätten alle Interventionen bisher keine Bereitschaft auf Abschaltung gebracht. "Leider versteckt sich auch der Saarländer und Bundesumweltminister Altmaier hinter dem Totschlagargument, die Souveränität Frankreichs in der Atomfrage werde nicht angezweifelt", bedauert Ensch-Engel, "wir nehmen das nicht widerspruchslos hin. In erster Linie ist unser Umweltminister für unsere Sicherheit zuständig und so erwarte ich, dass er massiv auf die Abschaltung von Cattenom drängt.“