19. März 2013

Astrid Schramm: Karriere als Hausarzt attraktiver gestalten

Anlässlich des immer größer werdenden Ärztemangels im Saarland erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Die Schließung von fünf Praxen im vergangenen Monat ist ein alarmierendes Zeichen. Vor allem in ländlichen Gebieten wirkt sich der Nachwuchsmangel bei den Hausärzten auf die Versorgungssituation negativ aus. Es müssen endlich die Ursachen angepackt und nicht nur an den Symptomen „herumgedoktert“ werden.“ Eine Hausarztpraxis zu betreiben sei heutzutage kein Zuckerschlecken. Schramm weiter: „Es sind die Verwaltungs- und Abrechnungsarbeiten, aber auch die Vertretungssituation und die vielen anfallenden Hausbesuche, die von den Hausärzten gestemmt werden müssen.“ Die Arbeitsbedingungen saarländischer Ärzte müssten dringend verbessert werden, um einer Abwanderung ins Ausland entgegen zu wirken und zu vermeiden, dass manche Hausärzte bis über das 70. Lebensjahr hinaus arbeiten müssten, um die Schließung ihrer Praxis zu verhindern. „Die Karriere als Hausarzt muss wieder attraktiver werden. Deshalb sind Reformen bei der Aus-und Weiterbildung dringend notwendig“, so Schramm abschließend.