21. März 2013

Barbara Spaniol: Equal Pay – ungerechte Löhne und Niedriglohnfallen stoppen

Zum Tag der Entgeltgleichheit (Equal Pay Day) fordert die stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, erneut den Stopp von Lohndiskriminierung und Niedriglohnfallen. „Eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt ist auch 2013 noch nicht Realität. Die Löhne der Frauen liegen im Schnitt mindestens 22 Prozent unter denen ihrer männlichen Kollegen. Diese Entgeltlücke muss geschlossen werden. Wir fordern für Frauen klar den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit.“ Frauentypische Arbeit werde noch immer schlechter bezahlt. Zwei Drittel der Saarländerinnen seien Geringverdiener, viele in Minijobs. Spaniol dazu: „Damit wird keine Brücke in existenzsichernde Beschäftigung gebaut. Außerdem leiden viele geringfügig Beschäftigte unter Diskriminierung durch Vorenthaltung von Urlaubs- und Krankengeld. Frauen haben ein Recht auf einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro und Tarifverträge, die sie nicht länger schlechter stellen.“ Minijobs seien mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit gleichzustellen. „Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft ist ebenso wie eine möglichst gebührenfreie Ganztagsbetreuung das Gebot der Stunde, damit Frauen der oft unfreiwilligen Teilzeitfalle entgehen können.“