19. März 2013

Barbara Spaniol: Minijob heißt Minilohn – Niedriglohnfalle endlich beenden

Anlässlich der Veröffentlichung aktueller Studien und der neuen Erhebung der Regionaldirektion der Arbeitsagentur zum Anstieg der Erwerbstätigkeit von Frauen im Saarland erklärt Barbara Spaniol, stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Der angebliche Beschäftigungsrekord von Frauen ist vielfach Augenwischerei. Minijobs sind keine Brücke in eine existenzsichernde Beschäftigung, sondern enden vielfach in einer Sackgasse. Denn zwei Drittel der Saarländerinnen sind lediglich Geringverdiener. Wir fordern eine Ende der Niedriglohnfalle „Minijob“ und ein klares Bekenntnis der Landesregierung zu einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro.“ Darüber hinaus sei es nicht hinnehmbar, dass viele Minijobber bzw. geringfügig Beschäftigte unter besonderer Diskriminierung durch Vorenthaltung von Urlaubs- und Krankengeld leiden. Spaniol weiter: „Wir brauchen Tarifverträge, die Frauen nicht länger schlechter stellen. Auch müssen Minijobs mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit gleichgestellt werden. Außerdem fehlt es an flächendeckender, möglichst gebührenfreier Ganztagsbetreuung, damit vor allem Alleinerziehende der oft unfreiwilligen Teilzeitfalle entkommen können.“ „60 Prozent Frauen im Niedriglohnbereich und ein trauriger Spitzenplatz bei der Arbeit im Minijob sind überlaute Warnsignale. Frauen sind qualifiziert und trotzdem oft Arbeitskraft zweiter Klasse. Ihre Löhne liegen im Schnitt über 20 Prozent unter denen ihrer männlichen Kollegen. Das ist in jeder Hinsicht diskriminierend. Wir fordern den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit“, so Spaniol abschließend.