29. Mai 2013

Astrid Schramm: Arme Menschen häufiger krank – Solidarität im Gesundheitswesen stärken

Vor dem Hintergrund der Großen Studie des Robert-Koch-Instituts, dass arme Menschen häufiger krank werden, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Astrid Schramm: „Die Gesundheit eines Menschen darf nicht von seinem Einkommen, seiner Bildung oder seinem sozialen Umfeld abhängig sein. Wenn Menschen lange arbeitslos sind oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten und dadurch über wenig Einkommen verfügen, darf das nicht dazu führen, dass die Gesundheit darunter leidet.“ Im Saarland gebe es derzeit 55.735 Menschen, die von ALG II leben, so Schramm. Wer von ALG II lebe, überlege jede finanzielle Ausgabe ganz genau. „Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen schrecken diese Menschen ab, einen Arzt zu besuchen. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, die Fahrtkosten zu medizinischen Behandlungen, die Kosten einer Brille oder Krankengymnastik sind nur schwer zu finanzieren.“ Fit zu sein bis ins hohe Alter müsse für alle Menschen gelten. „Deshalb brauchen wir dringend eine solidarische Bürgerversicherung, damit die Solidarität im Gesundheitswesen zukünftig gestärkt wird“, so Schramm abschließend.