24. Mai 2013

Astrid Schramm: Kein weiterer Personalabbau in saarländischen Krankenhäusern

Vor dem Hintergrund der Stellungnahme der katholischen Klinikseelsorgerinnen und –seelsorger im Saarland/Bistum Trier zur Situation der saarländischen Krankenhäuser erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Die Finanzierungslücke der Krankenhäuser war noch nie so dramatisch wie derzeit. Mit einem Brandbrief hat die saarländische Krankenhausgesellschaft schon vor Monaten auf die kritische Situation hingewiesen. Immer weniger Pflegekräfte versorgen immer mehr Patienten, und dies vor allem bei kürzeren Liegezeiten und geringerem Lohn.“ Die Lage in den Krankenhäusern spitze sich zu, so Schramm. Täglich werde von unnötigen Operationen, Personalmangel, Unterdeckung der Kosten und Investitionsstaus berichtet. Schramm weiter: „Um auf die Missstände aufmerksam zu machen haben die Beschäftigten des Klinikums Saarbrücken gemeinsam mit Ver.di zu einer Mahnwache aufgerufen.“ Auch die Fraktion DIE LINKE habe die Beteiligten vor Ort unterstützt. „Ein weiterer Personalabbau darf unter keinen Umständen erfolgen. Dem Zustand, dass die Qualität der Patientenversorgung auf Grund von Personalmangel leidet, muss dringend entgegengewirkt werden. Wir brauchen eine bessere Krankenhauspflege, daher fordern wir eine gesetzliche Personalbemessung, und dies so schnell als möglich.“ Als einen Taschenspielertrick bezeichnet Schramm die nur wenige Monate vor der Bundestagswahl von der Bundesregierung zusätzlich zur Verfügung gestellten 880 Millionen Euro auf das Budget. „Im Gegenzug wurden den Krankenhäusern 920 Millionen in den letzten zwei Jahren gekürzt. So kann es nicht weitergehen“, so Schramm abschließend.