20. November 2013

Astrid Schramm: Minister Storm verschließt Augen vor Realität

Zu der heute veröffentlichten Diskussion über die Pflegesituation im Saarland erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Es ist erschreckend, wie der amtierende Gesundheitsminister die Zustände im Pflegebereich schön redet. Dies zeugt von Praxisferne. Wir brauchen in der Pflege ausreichend gut qualifiziertes und gut bezahltes Personal.“ Derzeit entspreche die Personalausstattung in vielen Pflegeheimen aber immer noch nicht dem wirklichen Bedarf, und der zeitliche Bedarf für Pflegefälle weiche erheblich von den Einstufungen ab. Schramm weiter: „Ansteigende Überstunden und Zeitdruck sind für die Pflegekräfte zusätzliche Belastungen und ein alarmierendes Signal, die Arbeitsbedingungen in Pflegeheimen dringend zu verbessern. Führungskräfte von Pflegeheimen müssen zudem besser geschult werden, so wie auch von dem saarländischen Pflegebeauftragten Jürgen Bender gefordert.“ Die Qualität der Pflege im Land müsse auf den Prüfstand. „Zusätzlich brauchen wir eine Bundesratsinitiative, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Wir brauchen keine Teil-Kasko-Versicherung, sondern eine solidarische Bürgerversicherung zur Qualitätsverbesserung in Gesundheit und Pflege und zur umfassenden Abdeckung des Pflegerisikos. Nicht mehr und nicht weniger“, so Schramm.