27. November 2013

Barbara Spaniol: Größere Betreuungsgruppen in Kitas belasten Kinder und Erzieherinnen – Rücknahme der Sparmaßnahme gefordert

Zur geplanten Absenkung des Betreuungsschlüssels im Bereich der Kinderkrippen im Rahmen der Haushaltsberatungen erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol: „Gerade die Kleinsten brauchen die intensivste Betreuung. Mit größeren Krippengruppen wird dieses Ziel erschwert. Eine Offensive in Sachen Kinderbetreuung sieht definitiv anders aus. Wir fordern die Beibehaltung der bisherigen Gruppengrößen und die Rücknahme einer solchen Sparmaßnahme.“ Eine Expertenanhörung habe bestätigt, dass die Schlüsselveränderung ohne entsprechende Personalanpassung sowohl die Qualität der Betreuung im Bereich der frühkindlichen Bildung als auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschlechtere. Spaniol dazu: „Dies widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen über den notwendigen Standard bei der Kindesbetreuung. Mit Gruppenvergrößerungen auf fehlende Krippenplätze zu reagieren, ist ein bedenklicher Weg.“ Hohe Qualität funktioniere nur, wenn die Arbeitsbedingungen und der Betreuungsschlüssel zwischen Kindern und Erzieherinnen stimmen. Es sei bekannt, dass gut ausgebildetes Personal und Fachkräfte in der öffentlichen Kindertagesbetreuung fehlen. „Hier gilt es, gegenzusteuern und mehr Erzieherinnen und Erzieher auszubilden, besser zu qualifizieren und auch besser zu bezahlen“, so Spaniol abschließend.