9. Oktober 2013

Astrid Schramm: Dramatische Zustände in saarländischen Krankenhäusern – Groß-Demo am 12. Oktober in Saarbrücken

Anlässlich der Demonstration der saarländischen Krankenhäuser und ihrer Beschäftigten am 12. Oktober in Saarbrücken, an der auch DIE LINKE teilnehmen wird, erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Aufgrund einer Erhebung der Gewerkschaft Ver.di fehlen in saarländischen Krankenhäusern 3350 Arbeitsplätze, bundesweit sind es mehr als 162.000 Stellen, die nicht besetzt sind. Die Lage für alle Beschäftigten und die Patienten ist dramatisch. Zwar versucht das Pflegepersonal trotz zunehmender Arbeitsverdichtung und wachsendem Stress, Druck und Überbelastung jedem Patienten so gut es geht dennoch gerecht zu werden. Trotz der Anstrengungen ist aber eine qualitativ gute, ausreichende Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleistet. Und ohne die Teilzeitkräfte, die als flexible Einsatzkräfte ausgenutzt werden, überall dort, wo gerade die Not am größten ist, wäre der betriebliche Ablauf, der bereits jetzt in der notwendigen Qualität kaum noch zu leisten ist, noch mehr gefährdet.“ Auch die in der Vergangenheit durchgeführten saarländischen Krankenhausgespräche hätten gezeigt, wie dramatisch die Situation tatsächlich sei, so Schramm. „Die Zeit des Zusehens ist vorbei. Es müssen endlich Taten folgen. Es kann nicht angehen, dass Personalkosten in Kliniken gesenkt werden sollen und so die ungenügende finanzielle Ausstattung auf dem Rücken der Beschäftigten und somit auch der Patienten ausgetragen wird. Ohne ausreichendes, engagiertes und gut qualifiziertes Pflegepersonal ist die Arbeit in unseren Kliniken in der notwendigen Qualität und Zeit unter gerechten Arbeitsbedingungen weiterhin nicht möglich.“ Immer mehr Krankenhäuser seien zudem in finanzieller Not, immer mehr machten Verluste und stünden vor dem Aus. „DIE LINKE fordert daher erneut eine ausreichende Krankenhausfinanzierung und die Einführung einer gesetzlichen Personalbemessung für alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen, sonst fährt unser Gesundheitssystem an die Wand“, so Schramm. „Wir brauchen dringend ausreichend Pflegepersonal an den Kliniken, wobei der tatsächliche Pflegebedarf auch wirklich ernsthaft berücksichtigt werden muss.“