10. Oktober 2013

Barbara Spaniol: Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken endlich reaktivieren - Kritik an der Vorentwurfsplanung

Nach einer Anhörung zum grenzüberschreitenden Schienenverkehr im Europaausschuss des saarländischen Landtages fordert die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Barbara Spaniol, erneut die Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken. "Die angehörten Fachleute haben die Notwendigkeit des S-Bahn-Ausbaus rundweg unterstrichen. Auch die bisherigen Kosten-Nutzen-Analysen bestätigen längst die Rentabilität dieser Bahnverbindung für die gesamte Region." Die Höhe der Kosten im Rahmen der jetzigen Vorentwurfsplanung des Saarlandes mit Rheinland-Pfalz in Höhe von fast 30 Millionen habe Erstaunen hervorgerufen. Spaniol dazu: "Die Aufgabenstellung dieser Planung ist teilweise kaum nachvollziehbar. So sind sehr teure Haltepunkte vorgesehen, die keinen Sinn machen. Das erweckt fast den Eindruck einer Verhinderungs- statt einer Realisierungsstudie." Die Schienenverkehrsverbindung werde nach Meinung der saarländischen Tourismuszentrale insbesondere die Biosphäre Bliesgau touristisch stark aufwerten. "Jeder in die Strecke investierte Euro wird sich rechnen. Die günstigen Tarife des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar werden gerade für Homburg von Vorteil sein. Die Kreisstadt Homburg wird auch als Uni-Standort mit einem überregionalen Bahnhaltepunkt von diesem Lückenschluss profitieren." so Spaniol. Eine mögliche S-Bahn-Verlängerung sei auch keine Konkurrenz zu bestehenden Buslinien. "Vielmehr ist es einhellige Expertenmeinung, dass endlich die Umsetzung dieser sinnvollen verkehrspolitischen Lösung auf den Weg gebracht werden muss. Gerade weil Rheinland-Pfalz die Bahnstrecke auf saarländischer Seite stärker mitfinanzieren will. Die Menschen in der Region haben ein Recht auf Mobilität, die nicht an der Landesgrenze Halt macht", so Spaniol abschließend.