24. Oktober 2013

Barbara Spaniol: Sparkurs gefährdet Bildungserfolg in saarländischen Schulen

Zum schwachen Abschneiden des Saarlandes in Mathe und Naturwissenschaften im Ländervergleich sowie beim „Bildungsmonitor“ fordert die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, erneut mehr statt weniger Ressourcen für die saarländischen Schulen. Dazu müssen die Saar-Koalitionäre im Bund auf eine gerechtere Steuern- und Abgabenpolitik drängen. „Die hiesigen Pläne zum Personalabbau werden auch die Schulen treffen. Es ist nicht zu verantworten, dass die gute Ausbildung unserer Kinder durch die Streichung von Lehrerstellen gefährdet wird“, so Spaniol. Es sei erschreckend, dass der Bildungserfolg immer noch vom Elternhaus abhänge. Spaniol dazu: „Schüler aus sozial besser gestellten Familien haben nach wie vor einen deutlichen Leistungsvorsprung gegenüber Gleichaltrigen aus schwierigeren Verhältnissen. Hier muss dringend gegengesteuert werden.“ Dazu gehöre für DIE LINKE ein Konzept für mehr gebundene Ganztagsschulen in allen Schulformen. „Ebenso muss die Lehrerausbildung einer neuen Lernkultur gerecht werden“, so Spaniol. Es sei nicht hinnehmbar, dass das Land eines der Schlusslichter im Bereich der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sei. „Wir schlagen deshalb frühzeitige Beratung in den Schulen, ebenso wie ein Engagement auf Bildungs- und Job-Messen vor, um mehr junge Menschen für ein Studium der MINT-Fächer zu gewinnen. Die Gefahr eines frühzeitigen Studienabbruchs aufgrund falscher Erwartungen muss reduziert werden“, so Spaniol. Eine rigorose Sparpolitik verhindere Qualitätsverbesserungen mit mehr Lehrern, kleineren Klassen und weniger Unterrichtsausfall. „Damit verschärft sich die soziale Spaltung an unseren Schulen und der Abwanderung in andere Länder ist Tür und Tor geöffnet“, so Spaniol abschließend.