23. Oktober 2013

Dagmar Ensch-Engel: Erschreckende Visionen

Mit Unverständnis reagiert Dagmar Ensch-Engel, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag, auf die Äußerungen des Grünensprechers Raczek, dem Anblick von Cattenom mit Windrädern entgegen zu wirken: „Es ist erschreckend, mit welcher Ignoranz einige Politiker in diesem Kreis für die Errichtung von Windrädern auf dem Saargau argumentieren. Windräder in diesen Dimensionen würden auf Jahrzehnte diese einzigartige Kulturlandschaft Saargau, und insbesondere das Kunstwerk "Steine an der Grenze" beschädigen." DIE LINKE habe vor diesem Hintergrund in der vergangenen Plenarsitzung einen Antrag auf Verbesserung der Steuerungsmöglichkeit des Zubaus von Windkraftanlagen gestellt, der jedoch mehrheitlich abgelehnt worden sei. Ensch-Engel weiter: „Leider gibt es immer noch keine Bereitschaft, über einen sinn- und maßvollen Umbau der Energielandschaft im Saarland zu diskutieren. Bisher hat die Energiewende und die damit einhergehende Förderpraxis zu irrwitzig hohen Strompreisen und zu einem Anstieg des CO² Ausstoßes geführt. Ökoenergie ist keine grundlastfähige Energie, sie wird vorrangig in die Netze eingespeist und muss bei Versorgungslücken, wie zum Beispiel Windstille, durch herkömmliche Energien ersetzt werden.“ Für die Entwicklung und Forschung bzw. den Ausbau von geeigneten Netz- und Speichertechnologien stünden zu wenig Mittel zur Verfügung. „DIE LINKE ist grundsätzlich für erneuerbare Energien, der Umbau muss jedoch mit einem angepassten Ausbau der notwendigen Technologien einhergehen“, so Ensch-Engel. Dazu gehöre auch die Förderung von schadstoffarmen Brückentechnologien. „Die Energiewende und deren Umsetzung ist nicht ausreichend durchdacht, sie muss auf den Prüfstand gestellt werden. Es macht keinen Sinn, im dicht besiedelten Saarland im Wettlauf um die Subventionen die wenigen Freiflächen und zusätzlich Kulturdenkmäler zu verunstalten, ohne den erhofften Effekt des Umweltschutzes zu erlangen. Ich appelliere an die Vernunft und die Verantwortung aller Verantwortlichen: Erhalten Sie uns unseren schönen Saargau."