18. September 2013

Astrid Schramm: Einführung von Medikationsmanagement durch Apotheken wäre grundsätzlich zu begrüßen

Die Apotheker in Deutschland wollen ihre Dienstleistungen ausweiten und Zusatzleistungen wie eine umfangreichere Therapie-Begleitung künftig nur noch gegen ein Honorar anbieten. Dazu erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Schon heute ist eine Apotheke mehr als nur eine Arzneimittelabgabestelle. Die Qualität der Versorgung mit Medikamenten hängt ganz wesentlich von der Beratungsqualität der Apotheke ab.“ Bei der Forderung der Apothekerkammer gehe es vor allem um die Einführung eines Medikationsmanagements, was bedeute, dass eine Überwachung der täglich einzunehmenden Medikamente, insbesondere bei älteren Menschen, gewährleistet sei. Schramm weiter: „Immer wieder wird festgestellt, dass aufgrund der Behandlung durch verschiedene Ärzte auch verschiedene Medikamente verschrieben werden, ohne dass die behandelnden Ärzte davon Kenntnis haben. Darüber hinaus nehmen die Patienten auch noch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ein, was einerseits zu einer Überdosierung der eingenommenen Medikamente und andererseits zu einer Arzneimittelinteraktion führen kann.“ Die Risiken durch nicht kontrollierte Medikamenteneinnahmen führten oft zu Krankenhauseinweisungen und trügen zu erhöhten Kosten im Gesundheitsbereich bei, so Schramm. „In Einzelgesprächen zwischen Apotheker und Patient muss zunächst die gesamte Medikation eruiert und bewertet werden. Danach muss mit den behandelnden Ärzten Rücksprache gehalten und auf die von den Apothekern festgestellten Arzneimittelrisiken aufmerksam gemacht werden. Diese vorgenommenen Überprüfungen im Bereich der Arzneimittelabgabe werden immer notwendiger. Deshalb wäre die Einführung eines Medikationsmanagements grundsätzlich zu begrüßen.“