4. September 2013

Barbara Spaniol und Dagmar Ensch-Engel: Wohnheim D vor dem Aus? Landesregierung ignoriert weiter studentische Wohnungsnot

Nach der erneuten Diskussion um das „Wohnheim D“ im heutigen Wissenschaftsausschuss üben die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, und die wohnungsbaupolitische Sprecherin Dagmar Ensch-Engel scharfe Kritik an der fortdauernden Verschiebetaktik der Landesregierung zur Förderung von Wohnheimplätzen auf dem Campus. Spaniol dazu: „Studierende, vor allem ausländische, brauchen bezahlbaren Wohnraum mit sozialverträglichen Mieten, und zwar möglichst campusnah. Das ist nur mit Wohnheimplätzen möglich. Die fehlen nach wie vor. Es ist unverantwortlich, dass diese Landesregierung nach mehr als einjähriger Diskussion immer noch Zuschüsse zur Sanierung von Wohnheim D verweigert.“ Die Warteliste zum Wintersemester steige ständig an, derzeit suchen knapp 560 Studierende eine Wohnung. Ensch-Engel dazu: „Freie Wohnungen in Saarbrücken sowie Angebote von WoGe und Siedlungsgesellschaft sind kein echter Ersatz. Entweder sind sie noch nicht gebaut oder sie sind zu groß, zu teuer oder sanierungsbedürftig. Es kann auch nicht sein, dass nur nach Lösungen gesucht wird, die sich laut Koalition „wirtschaftlich tragen“. Das geht an der studentischen Realität vorbei.“ Das Studentenwerk habe die erforderlichen Anträge für Zuschüsse zu Wohnheim D längst gestellt. „Alle warten auf eine feste Zusage vom Land. Es muss Schluss sein mit der endlosen Hinhaltetaktik auf dem Rücken der Studierenden. Wenn nun dringend notwendige Wohnheimplätze auch noch dem Spardiktat zum Opfer fallen, dann hat das eine abschreckende Wirkung auf Studierende mit den möglichen Folgen der Abwanderung. Damit schadet die Landesregierung dem Wissenschaftsstandort Saarland. Ein nachhaltiges tragfähiges Wohnraumkonzept für die Saar-Uni ist längst überfällig“, so Spaniol abschließend.