9. September 2013

Barbara Spaniol: Uni-Wohnheimplätze schaffen – kein Sparkurs auf dem Rücken der Studierenden

Vor dem Hintergrund der andauernden Diskussion um Wohnheim D kritisiert die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, erneut die Hinhaltetaktik der Landesregierung zur Förderung von Wohnheimplätzen auf dem Campus. „Der Sparkurs auf dem Rücken der Studierenden muss aufhören. Vor allem ausländische Studierende brauchen bezahlbaren Wohnraum mit sozialverträglichen Mieten, und zwar möglichst campusnah. Das ist nur mit Wohnheimplätzen möglich. Die fehlen nach wie vor. Es ist unverantwortlich, dass diese Landesregierung nach mehr als einjähriger Diskussion immer noch Zuschüsse zur Sanierung von Wohnheim D verweigert.“ Die Warteliste zum Wintersemester steige ständig an, derzeit suchen 553 Studierende eine Wohnung. Spaniol dazu: „Freie Wohnungen in Saarbrücken sowie Angebote von WoGe und Siedlungsgesellschaft sind kein echter Ersatz. Entweder sind sie noch nicht gebaut oder sie sind zu groß oder zu teuer. Es kann nicht sein, dass nur nach Lösungen gesucht wird, die sich laut Koalition „wirtschaftlich tragen“. Das geht an der studentischen Realität vorbei.“ Das Studentenwerk habe alle erforderlichen Anträge für Zuschüsse zu Wohnheim D gestellt. „Alle warten auf eine feste Zusage vom Land. Ein Neubau oder wenigstens die Sanierung des Wohnheims muss kommen. Dringend notwendige Wohnheimplätze dürfen nicht auch noch dem Spardiktat zum Opfer fallen. Dadurch werden Studierende abgeschreckt – sie werden woanders studieren. Der Schaden für den Wissenschaftsstandort Saarland ist damit vorprogrammiert“, so Spaniol abschließend.