25. April 2014

Astrid Schramm: Pflegeberuf muss attraktiver werden

Zu den Plänen des Sozialverbandes VDK, gesetzliche Mindeststandards für eine menschenwürdige Pflege in Altenheimen vor dem Bundesverfassungsgericht einzuklagen, erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Wir begrüßen die Pläne des VDK, einen rechtlichen Schutz für menschenwürdige Pflege einzuklagen und sehen uns damit in unserer Position bestärkt. DIE LINKE weist schon seit langem auf den auch im Saarland bestehenden, aber immer wieder von der Regierungskoalition bestrittenen, Pflegenotstand hin.“ Bis zum Jahr 2030 würden voraussichtlich 5000 Fachkräfte im Bereich der Pflege fehlen, der Pflegenotstand sei längst auch im Saarland angekommen. Schramm: „Die Personalausstattung in vielen Heimen entspricht nicht dem tatsächlichen Bedarf.“ Es reiche nicht aus, durch die Ausbildungsplatzumlage die Anzahl der Auszubildenden im Pflegebereich zu erhöhen. Es müssten zudem endlich Maßnahmen zur Attraktivität des Pflegeberufes ergriffen werden. Dazu gehöre die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bessere Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen sowie ständige Fortbildungsmöglichkeiten. „Da sich die Anforderungen an die Pflegeberufe verändert haben, verändern sich auch die Anforderungen an die Pflegekräfte. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir examinierte Altenpfleger ausbilden“, so Schramm. Auch ein Antrag der Linksfraktion und der Hinweis auf das Kernproblem, nämlich die unzureichende finanzielle Ausstattung der Pflegeversicherung, sei von den Regierungsfraktionen leider nicht aufgegriffen worden. „Wir brauchen eine Bundesratsinitiative, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Wir brauchen keine Teil-Kasko-Versicherung, sondern eine solidarische Bürgerversicherung für Gesundheit und Pflege, damit das Pflegerisiko umfassend abgedeckt wird“, so Schramm abschließend.