11. April 2014

Astrid Schramm: Pläne zum Bettenabbau in Krankenhäusern unverantwortlich

Vor dem Hintergrund der Pläne von Bundesgesundheitsminister Gröhe, Klinikbetten abzubauen, erklärt Astrid Schramm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im saarländischen Landtag: „Die Finanzierungslücke der Krankenhäuser war noch nie so dramatisch wie derzeit. Durch steigende Patientenzahlen und gleichzeitigen Personalmangel im Pflegebereich spitzt sich die Lage immer mehr zu. Immer weniger Pflegekräfte versorgen immer mehr Patienten, und dies vor allem bei kürzeren Liegezeiten und geringerem Lohn.“ Täglich werde von unnötigen Operationen, Personalmangel, Unterdeckung der Kosten und Investitionsstaus berichtet. Daher wäre es unverantwortlich, jetzt auch noch Betten abzubauen. Dies würde die finanzielle Lage der Kliniken keineswegs verbessern. Schramm weiter: „Immer mehr Krankenhäuser sind in finanzieller Not, immer mehr machen Verluste und stehen kurz vor dem Aus. Wenn Ende 2014 die Finanzspritze des Bundes für die deutschen Krankenhäuser ausläuft und die Krankenhausfinanzierung nicht dauerhaft neu geordnet wird, ist zudem ein weiterer Personalabbau zu befürchten. Dem Zustand, dass die Qualität der Patientenversorgung auf Grund von Personalmangel leidet, muss dringend entgegengewirkt werden. Daher fordern wir schnellst möglichst eine gesetzliche Personalbemessung.“ Das Land müsse endlich dafür sorgen, dass die saarländischen Krankenhäuser zukunftssicher gemacht werden. „Dies geht aber nicht durch die ständigen Kürzungen der Investitionskosten“, so Schramm abschließend.